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Risotto al Tartufo

Für alle, die mal das Gas rausnehmen wollen

Risotto al Tartufo
Risotto al Tartufo

Ich habe einmal gelesen, ein Risotto mag keine Hektik. Und ich glaube, das ist keine Küchentatsache, sondern eine Lebensweisheit. Denn ein Risotto ist nichts für Multitasking-Menschen, nichts für “mal schnell nebenbei.” Ein Risotto verlangt Aufmerksamkeit und Hingabe. Kurz gesagt: Es ist der Endgegner für alle, sie sonst permanent on fire sind.

Das Risotto al Tartufo von DeWi ist ganz zart in seiner Trüffelnote. Ich bin sonst eher im Team “mehr ist mehr”, brauche hier aber tatsächlich keinerlei zusätzlicher Gewürze mehr. Das Risotto weiß selbst was es kann. Und das ist…ziemlich viel.

Zutaten

  • 1 Tube Risotto al Tartufo
  • 1 Schalotte
  • Knoblauch
  • Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Creme fraiche
  • Parmesan

Zubereitung

Als erstes habe ich eine Schalotte fein gewürfelt und sanft in etwas Butter angedünstet. Dazu ein Hauch Knoblauch.

Wirklich nur ein Hauch. Zum einen, weil ich Knoblauch nicht besonders gut vertrage und mein Kreislauf sich dann gerne mal verabschiedet. Und zum anderen, weil wir hier nicht zu knoblauchlästig werden wollen. Der Trüffel ist ein kleines Sensibelsten und mag keine Konkurrenz.

Dann kommt der Reis dazu. Kurz glasig werden lassen, bis die Körner anfangen zu glänzen. Jetzt kommt ein Schluck Gemüsebrühe zu ablöschen. Für die ganze Tube des Risottos habe ich gut einen Liter Brühe immer wieder nachgegossen.

So, und nun heißt es rühren. Und rühren…nebenbei vielleicht einen Schluck guten Wein. Mein gut gemeiner Rat: stell dir am besten einen Stuhl an den Herd, denn du wirst hier nun gut 40 Minuten stehen. Hitze reduzieren, sodass das Risotto nur ganz zart vor sich hin simmert. Wie gesagt, Hektik kann ein Risotto gar nicht leiden.

Zum Schluss: Herd aus. Fünf Minuten ziehen lassen. Dann den Parmesan unterheben. Und ein gutes Stück kalte Butter. Du kannst auch Creme fraiche nehmen, doch ich bleibe bei Butter.

Wenn du das Risotto als Begleitung servierst, nimm ein schönes Rinderfilet. Aber bitte: nur zart würzen. Das Risotto schmeckt so unfassbar gut, dass es schade wäre, wenn das Fleisch hier der Hauptdarsteller wäre.

Als Begleitung reicht das Risotto für drei Portionen. Ist es der Star in der Manege, dann schaffen es zwei.

Während du rührst, passiert übrigens etwas Seltsames. Der Kopf wird leiser. Die Gedanken sortieren sich. Auch wenn du dir dabei gefühlt einen Wolf rührst.

Also: Mach dir gute Musik an, vielleicht auch eine Kerze. Nimm dir Zeit. Genieße die Zubereitung und danach dieses unfassbar ehrliche, stille, luxuriöse Risotto.

Buon appetito.

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